Start Spielberichte Saison 2009/2010 Herren I - Heimsieg nach Verlängerung!
Herren I - Heimsieg nach Verlängerung!

25 Pfui – 15 Min geht so…

Die jungen Violetten gewinnen ihr erstes, in Reihe von fünf Endspielen beim Kampf um die Meisterschaft, mit viel Glück 69:68.

Die Überschrift mag zwar komisch erscheinen aber genau so präsentierten sich die Augsburger am heutigen Sonntagnachmittag. Man war zwar gewarnt von den Gästen die vier Spiele in Folge gewonnen haben unter anderem gegen ESV Ingolstadt und TV Augsburg aber trotzdem ging man in den ersten 25 Minuten extrem lässig und unkonzetriert zur Werke und kann fast von einem Wunder sprechen das man dieses Spiel hat noch drehen können! Aber der Reihe nach.

 

Das erste Viertel agierte man in der offense aufreizend lässig und unkonzentriert und in der defense lies man jegliche Einstellung vermissen. Das Bittere aus der Sicht der Gäste ist, dass man heute hätte die Augsburger schlagen können, wenn nicht sogar müssen. Dies muß man offen und ehrlich zugeben! Allerdings zeigten die Gäste auch nicht viel mehr besseres und so kann man ruhig von einem „Armut gegen Elend Spiel“ sprechen. Bei allem Respekt vor den Gästen aber eine bessere Mannschaft hätte heute gegen  die Augsburger siegen müssen.

Nach den ersten 10 Minuten stand es sage und schreibe 11:17. In diesen 10 Minuten zeichten sich die beiden Mannschaften durch Fehlwürfe, technische Fehler und Unkonzentriertheit. Coach Badnjevic versuchte bereits in der Anfangsphase durch Einwechslungen Spieler aufs Feld zu bringen die mindestenst kämpfen wollten. Nichts brachte den Erfolg – nicht einmal die Umstellung der defense. Im Gegeteil!

Das zweite Viertel brachte nichts neues. Die Gäste mit mehr oder weniger erfolgreichen einzel Aktionen und die Augsburger mit schwacher defense und noch schwächeren Abschlüssen.
Es haben wohl einige gedacht das die reine Anwesenheit auf dem Spielfeld bzw in der Halle genügt um ein Spiel zu gewinnen. So ging man in die Pause verdient mit 11 Punkten Rückstand. Ein stärker Gegner am diesen Sonntagnachmittag und für die Violetten gäbe es nichts mehr zu holen. Zum Glück war es nicht so.

Die Halbzeitansprache vom coach Badnjevic war aussergewöhnlich lang aber nicht laut wie die Spieler selbst nach dem Spiel berichteten. Badnjevic erinnerte seine Mannschaft daran was man alles benötigt um ein Spiel gewinnen zu können und was eigentlich alles vom diesen Spiel abhängig war. Ein Anpfiff brauchte es an dieser Stelle nicht. Mit Sicherheit wußte die Schwabenbasketballer ganz genau selber was sie tun sollen. Die Strafe genug war es für die Spieler vor gut gefüllter Halle (ca. 100 Zuschauer) so spielen zu müssen…

Die Hablzeitansprache brachte nicht sofort die ersehnte Wendung auf dem Feld aber  eins sah man deutlich und das war der Wille und die richtige Einstellung dieses Spiel noch drehen zu wollen. In der vierten Minute der zweiten Halbzeit beim Stand 27:43 machten die Gäste ihre vorerst letzte Punkte aus dem Feld und endlich zeigten die Augsburger warum sie die beste Verteidigung der Liga spielen. Die restlichen sechs Minuten erzielten jetzt sehr schwache und nervöse Gäste nur  fünf Punkte von der Linie und die Augsburger schafften das eine oder andere mal in der offense halbwegs gute Aktionen zu produzieren. Nur noch 46:47!

Wenn es etwas positives ausser Ergebnis von diesem Spiel zu berichten gibt, ist die Tatsache das man mal wieder einen großen Vorsprung aufholen konnte und das man die beiden top scorer der Gäste, die Brüder Stromeck auf zusammen nur 14 Punkte halten konnte (Stromeck S. 18 ppg – heute 9 Pt. und Stromeck C. 14 ppg ­– heute 5 Pt.).

Das Spiel war also wieder völlig offen und in der 33. Minute durch einen dreier vom jetzt sehr starken Meyer gab es den ersten Gleichstand seit dem Beginn. 51:51!
Die Gäste suchten den Weg zum Korb und die Augsburger anworteten jetzt mit immer besseren Spielzügen von der Dreierlinie. Und wieder wären die Gäste durch ihre unortodoxe Spielweise fast zum Erfolg gekommen. In der 38. Minute zeigte die Anzeigetafel 54:60 dann aber schlug die Stunde von Gerve Simon der sich extrem ins Zeug legte und erst durch einen Dreier auf 57:60 verkürzte danach einen Freiwurf machte und im Anschluss aus eins gegen eins zum 60:60 traff!
Das alles wäre aber nicht möglich wenn man davor nicht ordentlich verteidigt hätte. Mit Sicherheit zum größten Teil ein Verdienst von Creutz, Plikat und Meyer. Aber wie heute schon oft verlierte man einen Vöhringer völlig aus den Augen und prompt stand es 60:62!
Auszeit Schwaben 27 Sekunden vor Spielende! Stand: 60:62! Angriff lange ausspielen und auf sichere zwei Punkte gehen müßte die Anweisung vom coach Badnjevic gewesen sein. Nämlich genau das machten die Augsburger richtig gut und durch einen durchstecker zum De Salas von Gerve war das Spiel 3,7 Sekunden vor Ende wieder ausgeglichen. 62:62! Auszeit Vöhringen! Und mal wieder hatten die Augsburger Glück, den die Gäste brachten nichts zählbares auf die Reihe und es ging in die Verlängerung.

Schad eröffnete die extra Minuten mit einem Zirkusreifen tip in. De Salas scorte unterm Korb und Gerve mal wieder aus einer schweren eins gegen eins Situation. 68:64! Die höchste Führung für die Violetten an diesem Sonntag. Eine Minute noch und alle dachten das wars wohl gewesen. Die Augsburger zeigten aber mal wieder heute warum sie kein gutes Spiel machten und erlaubten sich zwei Ballverluste die zum 68:68 führten. Es war zum Haare raufen! Auszeit Schwaben bei 25 Sekunden Restzeit.  Und wieder spielte man anschließend die Uhr runter, brachte Gerve zum Ball, der sich zum Korb tankte und ein Foul zog. Wieder waren es drei Sekunden auf der Uhr. Mit Gerve hatte man den besten Spieler und einen der besten Freiwurfschützen der Liga  an der Linie. Sichere Sache hätte man gedacht? Nicht heute! Der erste Wurf ging sauber daneben und der zweite, und daswegen kann man bei diesem  Sieg nur vom Glück sprechen, sauber rein! Danach brachten die Gäste nichts mehr auf die Reihe und so hieß es am Schluss zwar verdient aber mit viel Glück 69:68 für die jungen Violetten.

Die Moral der Geschichte: Unterschätze niemals deinen Gegner und spiele von der ersten Minute an so , als wäre es die Letzte! Sicher, es gab Lichtblicke heute. Der Kapitän Creutz Simon legte top scorer Stromeck auf die kurze Leine (nur ein Punkt über mehrere Minute) – Plikat verteidigte ungewohnt unterm Korb und machte einen guten Job – Schad verteidigte ebenfalls ungewohnt auf aussen und machte ebenfalls einen guten Job – Meyer traff sicher vier mal von der Dreierlinie und last but not least der Gerve Simon der zwar schweren Stand hatte aber trotzdem für entscheidende  Punkte und vorallem Pässe sorgte. Alles in Allem aber zu wenig, wenn man gegen starken TVA am 7.3.2010 um 20 Uhr (ACHTUNG das Spiel ist verlegt) als Sieger vom Platz, beim Kampf um die Meisterschaft, gehen möchte.